Da stimmt doch etwas nicht

 

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Göthert-Methode: Wie Lügen den Zugang zum inneren Wissen blockieren.

Maas No 24 | Eine Frau kommt nach Hause und findet ihren Partner frisch geduscht und gut gelaunt von einer Geschäftsreise zurückgekehrt. Trotz der Freude auf den gemeinsamen Abend schleicht sich ein eigenartiges Gefühl ein. Irgendetwas scheint anders zu sein als sonst. Später, während des Essens, fragt sie ihn: „Sag mir ehrlich: Hast du eine Andere?“ — „Natürlich nicht“, lautet die prompte Antwort.

Obgleich das Leben in den Tagen darauf seinen gewohnten Gang geht, muss die Frau immer wieder an den Abend denken. Irgendetwas scheint zwischen ihr und dem Mann zu stehen, die beiden entfremden sich mehr und mehr. Nach einer Weile spricht sie ihn erneut auf ihren Verdacht an, worauf er nur kräftiger beteuert: „Wie konnte ich dich betrügen? Ich liebe dich doch über alles!“ Um dann vorwurfsvoll nachzuschieben: „Du solltest mal an deinem Eifersuchtsproblem arbeiten.“ Er hat recht, etwas stimmt nicht mit mir, denkt die Frau und unterdrückt die zweifelnde innere Stimme. Die darauffolgenden Wochen und Monate vergehen mühsam, von einer Trägheit und dumpfen Freudlosigkeit geprägt. In diesem inneren Nebel kommt es ihr vor, als wurde sie sich selbst aus der Fernglasperspektive betrachten – klein und unerreichbar.

Bis sie eines Tages den Papierkorb ausleert und eine Doppelzimmerrechnung aus dem Nachbarort findet, die nicht für eine Geschäftsreise gewesen sein kann. Damit konfrontiert, gesteht ihr Partner die Affäre. In dem Moment, wo die Wahrheit auf dem Tisch liegt, lichtet sich der innere Nebel. Gleichzeitig mit dem Schmerz, der Traurigkeit und Wut kehrt bei der Frau eine unerwartete Zuversicht ein. Die Farbe kehrt in das Leben zurück. Eine kraftvolle Gewissheit lebt in ihr auf:
„Eigentlich wusste ich es die ganze Zeit. Ich kann auf mich vertrauen.“

Denn wir haben ein inneres Wissen von dem, was wahr ist und was nicht. Nur haben wir meist nicht gelernt, den Zugang zu diesem Wissen zu pflegen, oder er ist blockiert.

Innere Unordnung versperrt den Zugang zur Intuition |

Manchmal werden in Partnerschaft oder Familie Unwahrheiten erzählt, weil man der geliebten Person nicht wehtun mochte. Doch ist die Verletzung, die durch eine Lüge entsteht, meist weitaus größer – man schneidet sein Gegenüber von seinem inneren Leben ab und letztlich auch sich selbst. Wenn Menschen über Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, innere Leere und Erschöpfung klagen, stellt sich nicht selten heraus, dass ihre innere Unordnung auf eine mit einer Lüge verbundene Situation zurückzuführen ist.

Der Begriff der inneren Unordnung bezieht sich auf die feinstofflichen Schichten, die unseren physischen Körper umgeben und ihn durchdringen. Der Feinstoffkörper ist nicht nur energetischer, sondern auch substanzieller Natur und somit objektiv wahrnehmbar und mit der richtigen Vorgehensweise auch ertastbar. In ihm können sich unangenehme Lebenserfahrungen abzeichnen, indem sich Teile der feinstofflichen Schicht ablösen und Fremdes hineinkommt. Ist der Feinstoffkörper auf diese Weise in Unordnung geraten, spüren wir dies, auch wenn wir uns der feinstofflichen Ursache nicht bewusst sind.

Mit unserem Feinstoffkörper haben wir Zugang zu übergeordnetem Wissen und Weisheit. Er kennt die Sprache der Schwingungen, kann sie aufnehmen und registrieren wie eine Satellitenschüssel. Denn die menschliche Kommunikation findet auf zwei Ebenen statt: Die ausgesprochenen Worte kann man wählen, wie man möchte. Auf der feinstofflichen Ebene der Kommunikation lässt sich aber nichts verfälschen. Wenn jemand lügt, ist es so, als würden wir zwei Songs gleichzeitig hören – die unpassenden Rhythmen und Tonarten prallen aufeinander. Die Dissonanz erleben wir als ungutes Gefühl.

Wer in Verbindung mit seinem Feinstoffkörper lebt, kann diese feinstoffliche Kommunikation bewusster empfangen und vielleicht sogar den eigentlichen Inhalt ausmachen. Eine Person, die bewusst lügt, möchte aber nicht, dass ihr Gegenuber die Unstimmigkeit bemerkt. Sie möchte – um im Bild zu bleiben –, dass nur ihr Song gehört wird. Darum dreht sie die Musik auf und versucht, unsere eigene innere Musik verstummen zu lassen – etwa mit überzeugender Mimik und Gestik. Feinstofflich betrachtet sendet die lügende Person Energie aus, um den Zugang zu unserem inneren Wissen zu blockieren. Schenken wir diesem Menschen Glauben, kann die Verbindung zur eigenen inneren Stimme dauerhaft gestört bleiben. Bei der lügenden Person geschieht das Gleiche – wie sollte man die eigene innere Stimme hören, wenn der Mund falsche Tone von sich gibt?

Das feinstoffliche Warnsystem lesen lernen |

Mit dem Feinstoffkörper verfügen wir über ein sehr fein eingestelltes Instrument, das uns Rückmeldung zur Bewertung von Dingen, Personen und Situationen gibt, hundertprozentig individuell auf uns geeicht. Leider sind wir aber nicht darin geschult, mit diesem wertvollen Instrument umzugehen. Doch – und das ist entscheidend: Jeder von uns kann es lernen!

Der Feinstoffkörper kann wahrnehmen und bewerten, was unsere anderen Sinne und der Verstand nicht erfassen können. Das betrifft auch Dinge, die wir in Zukunft planen: Vieles an Stress und Unwohlsein, das wir in der Gegenwart wahrnehmen, sind die Versuche des Feinstoffkörpers, uns dringend etwas mitzuteilen.

Das Warnsystem unseres Feinstoffkörpers kann sich etwa melden, wenn wir uns einen Film ansehen wollen, der uns später um den Nachtschlaf bringen würde. Und wer ist nicht schon einmal von einem eher unglücklich verlaufenen Ausflug zurückgekehrt und hat im Nachhinein erkannt, dass schon das Kofferpacken mühsam gewesen war und die Vorfreude einen verdächtigen Beigeschmack hatte? Es lohnt sich, diese feinen Zeichen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Weil es aber in der heutigen Zeit so ungewöhnlich ist, seine feinstofflichen Sinne auszubilden, hat es einen Hauch von Mysterium, wenn jemand über eine solche Wahrnehmung verfügt, sie ernst nimmt und nach ihren Zeichen lebt. Wir sprechen dann von einem „sechsten Sinn“ oder vom „Bauchgefühl“, das einen nie im Stich lässt. Das zunächst Unbegreifliche wird rasch zur Normalität, je mehr man den Feinstoffkörper und seine Kommunikation im Alltag berücksichtigt und eine Art Hellsichtigkeit oder -fühligkeit zum Normalzustand wird.

Wie finden wir innere Ruhe? |

Diese feinstoffliche Kommunikation, unsere feine innere Stimme, zu hören und zu verstehen, ist eine schwierige Aufgabe in unserer immer lauter werdenden Welt. Es scheint, als würde auch der innere Lärmpegel bei Menschen zunehmen, was die häufige Klage über innere Unruhe und nicht enden wollende Gedankenspiralen zeigt. Die gute Nachricht ist: Je mehr wir unserem inneren Wissen folgen, desto kräftiger und verständlicher wird für uns diese feinstoffliche Kommunikation. Wir haben dann einen inneren Wegweiser, der uns sagt, was uns guttut und was uns schadet, was wahr ist und was nicht. Einen untrüglichen inneren Kompass, der uns einen Weg in ein für uns sinnhaftes und erfülltes Leben zeigt. Unser Feinstoffkörper ist die Verbindung zu unserem höheren Selbst, und je mehr wir lernen, auf seine Reaktionen zu hören, desto mehr kann dieses Höhere in unserem Leben Raum finden und zum Ausdruck kommen.

Wie schaffen wir die dafür nötige Ruhe in unserem inneren Haus? Neben den Gesprächen, in denen nicht immer auf Wahrheitsgehalt geachtet wird, werden wir tagtäglich mit Nachrichten und Informationen überflutet. Unzählige Werbebotschaften prasseln auf uns ein. Jede Information hat eine eigene Schwingung. Lassen wir diese in unser inneres Haus hinein, kann sie eine eigene Stimme bekommen. Es ist dann, als hätten wir vielen fremden Gästen Einlass gewahrt, die lautstark miteinander diskutieren. Das sind die kreisenden und störenden Gedanken, die uns belasten und im Ursprung nicht einmal die eigenen sind.

Was dagegen hilft: Wenn wir Informationen, die auf uns zukommen, erst einmal draußen stehen lassen, statt sie in unser Haus hineinzubitten und zur Wahrheit zu machen. Geht es etwa um ein geführtes Gespräch, sagen wir innerlich wie äußerlich: „Laut dieser Person soll es so gewesen sein.“ Statt: „Es war so.“ Die Informationen bleiben außen vor und stören unser inneres Leben nicht. Wir haben dann die Möglichkeit, diese Informationen mit unseren feinstofflichen Sinnen zu überprüfen, ob sie für uns wichtig sind und in unsere Entscheidungen einfließen sollten. Diese feinstofflichen Sinne können wir schärfen, indem wir Kontakt zu unserem Feinstoffkörper aufnehmen und ihn und seine Kommunikation bewusst wahrnehmen.

Auf den eigenen Atem hören |

Feinstoffliche Kommunikation findet nicht auf einer sprachlichen Ebene statt, wie wir sie kennen. Vielmehr können wir uns ihr über den Atemfluss annähern. Denn die Befindlichkeit unseres Feinstoffkörpers, mit der er zu uns spricht, wirkt sich unmittelbar auf die Tiefe und den Rhythmus des Atems aus. Ist der Feinstoffkörper entspannt und ausgedehnt, können wir tief und ruhig durchatmen. Zieht sich der Feinstoffkörper hingegen zusammen oder verhärtet er sich zur Abwehr, reagiert der physische Körper mit einem flachen, angestrengten Atem. Nicht ohne Grund sind uns Aussagen wie „Mir ist die Luft weggeblieben“ bei einer schlechten Nachricht oder „Endlich kann ich wieder aufatmen“, wenn sich eine Irritation aufklärt, gut bekannt.

Es ist ganz natürlich, wenn sich uns die Botschaften der inneren Stimme zunächst nicht so deutlich erschließen, wie wir uns das wünschen würden. Doch geduldig sein und dranbleiben lohnt sich: Je klarer wir diese Missempfindung ausmachen können, die zwischen der Wahrheit und einer falschen Behauptung entsteht, desto entscheidungs- und urteilsfähiger sind wir im Leben. Folgende Übung kann helfen, unser persönliches Störgefühl besser kennenzulernen und unseren Sinn dafür aktiv zu trainieren.

Übung: Zugang zum inneren Wissen | Abbildung zur Übung ansehen
➊ Schaue auf das erste Quadrat und decke dabei das zweite zu. Lies den Satz darin und beobachte das innere Gefühl. Entsteht dabei eine Irritation, ein Widerstand, ein Sträuben? Ist das Gefühl auch irgendwo im Körper zu spüren?
➋ Was macht der Atemfluss?
➌ Lies den Satz laut. Wie fühlt sich das an?
➍ Lasse eine weitere Person den Satz sprechen, während das Quadrat angesehen und der Atemfluss und das innere Erleben beobachtet werden. Es geht darum, das eigene Störgefühl ganz genau mitzubekommen und abzuspeichern.
➎ Decke jetzt das zweite Quadrat auf und das erste zu. Lies den Text darin und beobachte erneut das innere Erleben. Wie ist dabei das Gefühl, hat sich etwas verändert? Wie fließt der Atem? Lies den Satz laut und lasse ihn vorlesen. Fließt es jetzt mehr, lasst der Satz einen in Ruhe?
➏ Wechsele zwischen den Quadraten (rechts), um das eigene Gefühl von „unstimmig“ und „stimmig“ noch besser kennenzulernen.

Meine Empfehlung: Wiederhole die Übung immer wieder, insbesondere in Zeiten, wo der innere Nebel aufzieht und Entscheidungen schwerfallen. Mit diesem Störgefühl als Orientierungslicht kann mehr Durchblick entstehen und das innere Wissen zugänglicher werden.

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